Ziel 5 - Zahngesundheit der Kinder verbessern
Ziel 5 - Zahngesundheit der Kinder verbessern
Ziele - Die 10 Gesundheitsziele für Oberösterreich
Zahngesundheitsförderung im Kindesalter ist die Grundvoraussetzung für gesunde Zähne ein Leben lang. Deswegen soll sich die Zahngesundheit der oberösterreichischen Kinder wesentlich verbessern.
Messgröße: Bis 2020 sind 80 Prozent der 6-Jährigen kariesfrei und 12-Jährige weisen im Durchschnitt höchstens 1,5 kariöse, extrahierte oder gefüllte Zähne auf.
Erläuterungen zum Gesundheitsziel
Unsere Zähne spielen nicht nur für das Aussehen eine wichtige Rolle, sondern sind auch für den allgemeinen Gesundheitszustand mitverantwortlich. Unbehandelte Zahnprobleme können zu Zahnverlust, Gelenkschmerzen sowie unter Umständen auch zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führen.
Karies ist die Haupterkrankung im Zahnbereich und die meistverbreitete Erkrankung des Menschen überhaupt. Besonders stark betroffen sind Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status. Da manifeste Karies nicht heilbar ist und die Therapie enorm hohe Kosten verursacht, kommen Präventionsmaßnahmen und Maßnahmen der Gesundheitsförderung sehr große Bedeutung zu.
Bereits im Kindes- und Jugendalter werden die Weichen für Gesundheit und Lebensqualität im Alter gestellt. Umso wichtiger ist es also, bereits bei den Jüngsten unserer Gesellschaft den Hebel für eine gesunde Zukunft anzusetzen. Um die Zähne möglichst lange gesund zu erhalten, ist es von großer Wichtigkeit, bereits in der frühen Kindheit damit zu beginnen, die richtige Pflege zu erlernen und auch konsequent und regelmäßig durchzuführen.
Das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) erhebt in regelmäßigen Abständen die Zahngesundheit der österreichischen Kinder und Jugendlichen. Laut der ÖBIG-Zahnstatuserhebung der 6- und 12-jährigen oberösterreichischen Kinder (2009/2010) ergibt sich folgendes Bild: 31 Prozent der oberösterreichischen 6-Jährigen sind kariesfrei. Die oberösterreichischen 12-Jährigen weisen im Schnitt 2,4 kariöse, extrahierte oder gefüllte Zähne auf.
Zukünftig sollte die Zahngesundheitsförderung bereits in der Schwangerschaft beginnen und die Zielgruppe auf 0- bis 14-Jährige ausgedehnt werden. Da vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Gruppen verstärkt von Karies betroffen sind, sollte ein besonderes Augenmerk auf Risikogruppen gelegt werden. Neben der durch ZahngesundheitserzieherInnen durchgeführten Zahngesundheitserziehung sollten zukünftig auch MultiplikatorInnen in den Settings (z.B. KindergartenpädagogInnen, LehrerInnen) Aufgaben im Bereich der Zahngesundheitsförderung, wie beispielsweise die zahngesunde Gestaltung der jeweiligen Lebenswelten übernehmen.
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