Seit mehr als 10 Jahren ist das Institut für Gesundheitsplanung in den Bereichen Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsziele in Oberösterreich aktiv. Deswegen stand die diesjährige Gesundheitskonferenz am 22. April im Redoutensaal in Linz ganz im Zeichen von "10 Jahre IGP". Höhepunkt war ein Festvortrag von Dr. Martin Sprenger MPH zum Thema "Gesundheit".

 

Nach den Ansprachen von LH Dr. Josef Pühringer und GKK-Obmann Albert Maringer und einer Talk-Runde mit Vizebürgermeisterin Dr. Christiana Dolezal, ÄK-Präsident Dr. Peter Niedermoser und Amtsarzt Dr. Hubert Zödl aus Wels, gab Geschäftsführer Mag. Markus Peböck einen kurzen Überblick über die Arbeit der letzten zehn Jahre im IGP. Daraus ein paar Highlights:

  • Am 15. Oktober 2002 findet die konstitutierende Generalversammlung des IGP statt.
  • Bereits 2004 tritt ein komplett neues Team die Arbeit im IGP an mit Mag. Markus Peböck, MMag. Martin Reif, Mag. Richard Birgmann und Regina Ahorner.
  • 2005 können vier Detailberichte für Oberösterreich präsentiert werden, daneben noch weitere für die Städte Linz und Wels.
  • Für den 2006 präsentierten Basis-Gesundheitsbericht werden auch die Gesundheitsziele umformuliert.
  • 2007 übersiedelt das IGP in die heutigen Räumlichkeiten in der Weißenwolffstraße 5, zwei Damen (Elena Madlschenter statt Regina Ahorner, Martina Ecker-Glasner) bereichern das Team und die Suizidpräventionskampagne "Leben retten – Rat und Hilfe bei Suizidgefahr" wird gestartet.
  • 2008 beginnt der Prozess für die neuen Gesundheitsziele bis 2020.
  • 2011: ein komplett neuer Vorstand (mit LH Dr. Josef Pühringer und Felix Hinterwirth gemeinsam an der Spitze) beginnt mit überarbeiteten Statuten und einer neuen Vereinbarung über den Betrieb des Instituts für Gesundheitsplanung.
  • 2012 können der neue Basisgesundheitsbericht und die neuen Gesundheitsziele bis 2020 präsentiert werden.

 

Im anschließenden Referat erklärte Dr. Martin Sprenger MPH die unterschiedlichen Sichtweisen des Begriffes "Gesundheit". So kann zum Beispiel Gesundheit "als Abwesenheit von Krankheit" definiert werden, es gibt einen "Gesundheitsmarkt" oder einen "Megatrend Gesundheit". Bei der Frage "Was erhält den Menschen gesund?" wird einmal mehr die Bedeutung aller gesellschaftspolitischen Bereiche im Sinne von Health In All Policies hervorgehoben. Dabei soll verstärkt das Thema "soziale Ungleichheit und Gesundheit" berücksichtigt werden.