Zuständig für die Konzeption zur Umsetzung des Gesundheitszieles 10 ist die Steuerungsgruppe für Gesundheitsziele, da diese den nötigen Überblick über alle Gesundheitsziele hat. Bei der Zusammensetzung der Arbeitskreise für die Gesundheitsziele 1 bis 9 wurde bereits versucht, VertreterInnen anderer gesellschaftspolitischer Bereiche einzubinden. Dies soll in Zukunft auch weiter verstärkt werden. Auch in der Gesundheitsberichterstattung fließen bereits Ergebnisse vor allem des Umwelt- und Sozialbereiches ein.

 

In weiterer Zukunft soll die Bewusstseinsbildung für eine gemeinsame Verantwortung für Gesundheit bei EntscheidungsträgerInnen und der Bevölkerung im Vordergrund stehen. Dabei werden positive Beispiele besonders präsentiert.

 

Der Gesundheitssektor unterstützt dabei die Anstrengung der anderen Ressorts in der Berücksichtigung von gesundheitlichen Auswirkungen etwaiger Projekte, indem er diese begleitet und Expertise einbringt (Rolle eines Lotsen). Weiters werden bei Bedarf unterstützende Materialien für besonders relevante Sektoren wie Bildung, Soziales, Wohnbau, Straßenbau und Verkehr erarbeitet, dadurch können die Einflüsse auf die Gesundheit selbstständig betrachtet werden.

 

Ein weiteres Element ist die Etablierung des Instruments "Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA)". Das Institut für Gesundheitsplanung hat im Jahr 2013 an der Entwicklung des Österreichischen Leitfadens zur GFA mitgewirkt und die zweite Österreichische Fachtagung zur GFA in Linz mitorganisiert. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik konnte eine erste GFA in Oberösterreich zum Projekt "Brainwalkfit" von ASKÖ OÖ gemacht werden.

Leitfaden: GFA in Österreich: Erste Schritte in die Praxis
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Endbericht Projektstudium GFA
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