Ziel 2 - Arbeitsplätze gesünder gestalten

 

Die Arbeitswelt hat großen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit der MitarbeiterInnen. Deswegen wird die Anzahl der Betriebe, die Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention umsetzen, stark erhöht.

 

Messgröße: 2020 setzen in Oberösterreich 1.270 (10%) Unternehmen mit 5 bis 50 und 420 (30%) Unternehmen mit mehr als 50 unselbständig beschäftigten MitarbeiterInnen nachhaltig wirksame Präventionsmaßnahmen um. Von diesen Betrieben sind 30 Prozent mit dem Gütesiegel des Österreichischen Netzwerkes für Betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet.

 

 

Erläuterungen zum Gesundheitsziel

 

Erwerbstätige Erwachsene verbringen rund ein Drittel ihrer Zeit am Arbeitsplatz. Daher ist das Setting Betrieb ein relevanter Interventionsort. Für die Entwicklung eines „gesunden Unternehmens“ spielt die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und Prävention eine wichtige Rolle. Wirtschaftlicher Erfolg wird zukünftig in besonderem Maße von hoch qualifizierten, motivierten und gesunden ArbeitnehmerInnen abhängig sein.

 

BGF und Prävention sind eine Investition, die sich in jedem Fall rechnet. Einerseits haben gesunde MitarbeiterInnen, die sich bei der Arbeit in „ihrem“ Unternehmen wohl fühlen, geringere Fehlzeiten, andererseits wirken sich BGF und Prävention positiv auf die Arbeitszufriedenheit und die Produktivität von Belegschaften aus. BGF und Prävention haben sowohl für das Unternehmen als auch für die MitarbeiterInnen eine Reihe positiver Effekte.

 

Die individuell auf das Unternehmen abgestimmten Maßnahmen sind breit gefächert und finden sich in den Angeboten der Mitglieder der „Oberösterreichischen Plattform für BGF und Prävention“.

 

Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • die Stärkung und Bildung von Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit,
  • die Reduktion von Arbeitsunfällen, arbeitsbedingten Erkrankungen und Berufskrankheiten sowie
  • die Verbesserung der Gefahrenevaluierung und der Betreuung durch Fachleute der Prävention im Sinne der Österreichischen Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 sowie
  • alle gemeinsamen Maßnahmen von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz im Sinne der Luxemburger Deklaration des Europäischen Netzwerkes BGF.

 

Betriebe, die ein ganzheitliches BGF-Projekt umgesetzt haben, werden – sofern sie daran Interesse haben – mit dem Gütesiegel BGF ausgezeichnet. Dieses Siegel wird vom Österreichischen Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung an all jene Unternehmen vergeben, die Betriebliche Gesundheitsförderung nach den Kriterien des Europäischen Netzwerkes BGF (ENWHP) realisiert haben oder BGF in den Regelbetrieb implementiert haben. Das Siegel wird für eine Laufzeit von drei Jahren verliehen.

 

Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen ist an vielen Hebeln anzusetzen. Durch gezielte Informationen soll das Interesse an Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) und Prävention geweckt werden. Allen oberösterreichischen Betrieben, die an BGF und Prävention interessiert sind, muss auch qualitätsvolle Unterstützung angeboten werden. Dies bedeutet den Aufbau qualitativ hochwertiger Betreuungs- und Begleitstrukturen. Die Unterstützungsleistungen sollen auf mehreren Ebenen und in unterschiedlicher Weise an die Betriebe transportiert werden und es müssen neue Tools und Instrumente entwickelt werden. Bei Angeboten muss die Prozessbegleitung, Qualitätsverbesserung sowie die Absicherung der Qualität berücksichtigt und eine bedarfs- und bedürfnisgerechte Betreuung und Prozessbegleitung sichergestellt werden.