Ziel 4 - Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder verbessern

 

Die Ernährungssituation in den ersten Lebensjahren wirkt sich auf die Gesundheit des gesamten späteren Lebens aus. Deswegen soll allen Säuglingen und Kleinkindern die Möglichkeit einer dem Alter entsprechenden, gesundheitsförderlichen Ernährung geboten werden.

 

Messgröße: 2020 stehen allen (werdenden) Eltern Informationen und bedarfsgerechte Angebote zur Ernährung der Kinder zur Verfügung. In den Kinderbetreuungseinrichtungen wird ausgewogene Ernährung angeboten. Das Thema Ernährung ist in den Kindergartenalltag integriert.

 

 

Erläuterungen zum Gesundheitsziel

 

Eine ausgewogene Nahrungszusammensetzung ist ein wichtiger Parameter zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit. Richtige Ernährung in der Kindheit wirkt sich auf die gesamte Lebensspanne aus. Daher ist es von großer Bedeutung, Säuglingen und Kleinkindern die Möglichkeit einer altersentsprechenden, gesundheitsförderlichen Ernährung zu gewährleisten. Dies umfasst neben Informationsmaterialien und bedarfsgerechten Angeboten für die (werdenden) Eltern und Betreuungspersonen auch die Ernährung in den Kinderbetreuungseinrichtungen.

 

Im Bezug auf Ernährung sind Kinder als besonders sensible und daher zu begleitende Gruppe einzustufen, da sie in ihrer (Lebensmittel-) Versorgung abhängig sind. Zudem entwickelt sich in der Kindheitsphase der Geschmack und somit Präferenzen für bestimmte Lebensmittel, die vor allem durch den regelmäßigen Konsum und das soziale Umfeld geprägt werden. Da eine ausgewogene und bedarfsdeckende Kost in jeder Lebensphase für Gesundheit und Wohlbefinden eine zentrale Rolle spielt, ist es wichtig, Kinder schon frühzeitig an eine gesundheitsfördernde Auswahl von Speisen und Getränken heranzuführen, um ernährungsbedingte Krankheiten zu reduzieren. Dieser Thematik wurde auch im Nationalen Aktionsplan Ernährung (NAP.e) ein hoher Stellenwert beigemessen.

 

Im Jahr 2009 wurde vom Land Oberösterreich die Beitragspflicht für Kindergärten für alle Kinder mit Hauptwohnsitz in Oberösterreich vom vollendeten 30. Lebensmonat bis zum Schuleintritt aufgehoben und ein verpflichtendes Kindergartenjahr für jedes Kind ab dem vollendeten 5. Lebensjahr vor dem Schuleintritt eingeführt. Angesichts dieser Maßnahmen ist davon auszugehen, dass der Anteil jener Kinder, die in Oberösterreich in Kindergärten bzw. Krabbelstuben betreut werden, zunehmen und auch die Inanspruchnahme ganztägiger Betreuungsformen steigen wird, weshalb die Verköstigung in derartigen Institutionen an Bedeutung gewinnt.

 

Um für Säuglinge und Kleinkinder (0 bis 6 Jahre) eine altersgerechte gesundheitsförderliche Ernährung gewährleisten zu können, muss sowohl beim Verhalten der Eltern und Kinder als auch bein den Verhältnissen angesetzt werden. Um das Verhaltne der Eltern und in Folge auch der Kinder positiv beeinflussen zu können, sind an der Wirksamkeit orientierte Informationsmaterialien notwendig. Die Verbreitung von Information zur Wissensvermittlung ist nur in Zusammenhang mit begleitenden Aktivitäten sinnvoll. Daher müssen auch bedarfsgerechte Angebote zum Themenbereich Kleinkindernährung verfügbar sein. Das heißt, dass grundsätzlich alle Eltern mit Kindern dieser Altersgruppe mit dem Angebot erreicht werden (kultursensible Angebote, wenn nötig in Fremdsprachen, Kinderbetreuung während Veranstaltungen etc.). Des Weiteren wird es zukünftig eine bedeutende Rolle spielen, dass qualitätsgesicherte Informationen und Angebote mithilfe neuer Medien (z.B. Internet) verbreitet werden.