Ziel 6 - Bewegung im Jugendalter erhöhen

 

Körperliche Aktivität in Alltag und Freizeit hat großen Einfluss auf physische und psychische Gesundheit. Deswegen soll sich das Ausmaß an körperlicher Aktivität bei Jugendlichen erhöhen.

 

Messgröße: Bis 2020 sind 25 Prozent der 11- bis 19-jährigen OberösterreicherInnen täglich mindestens eine Stunde gesundheitswirksam körperlich aktiv. Alle Jugendlichen sind zumindest einmal pro Woche mindestens eine Stunde gesundheitswirksam körperlich aktiv.

 

Erläuterungen zum Gesundheitsziel

 

Die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit ist durch zahlreiche Studien belegt. Vermehrte körperliche Aktivität senkt das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verringert das Auftreten von Übergewicht und Adipositas und hat eine positive Wirkung auf den Bewegungsapparat. Neben den physischen Auswirkungen wirkt vermehrte Aktivität auch auf die Psyche. Symptome der Depression können positiv beeinflusst werden, ebenso wie beispielsweise die Gedächtnisleistung oder Konzentrationsfähigkeit. Bewegung in der Gruppe fördert auch das Sozialverhalten und den Zusammenhalt Gleichaltriger.

 

Gesundheitswirksame körperliche Aktivitäten sind alle Formen der Bewegung, die die Gesundheit fördern, aber das Verletzungsrisiko nicht erhöhen, wie beispielsweise zügiges Gehen, Laufen oder auch Tanzen für mindestens zehn Minuten am Stück. Die österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung beinhalten Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen.

 

Da sich in der Kindheit und Jugend Verhaltensmuster festigen, die einen großen Einfluss auf die Gesundheit im Erwachsenenalter ausüben, wird das Hauptaugenmerk auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 19 Jahren gelegt. Gerade im Jugendalter sinkt das Ausmaß der körperlichen Aktivität stark ab. Sport im Teenageralter bietet die einmalige Chance, die Knochendichte zu erhöhen, frühzeitig die physische Fitness positiv zu beeinflussen und somit der Entstehung von Risikofaktoren für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenzuwirken. Sport entspannt und kann sowohl die psychosoziale Gesundheit und Lebensqualität als auch die kognitiven Leistungen von Kindern und Jugendlichen steigern. Des Weiteren gibt es Anhaltspunkte für eine drogenpräventive Wirkung von körperlicher Aktivität.

 

Für Kinder und Jugendliche werden in den österreichischen Bewegungsempfehlungen mindestens 60 Minuten pro Tag vorgeschlagen, um die Gesundheit zu fördern. Eine vermehrte Aktivierung zur körperlichen Bewegung bedarf Anregungen und Aktivitäten in den verschiedenen Settings der Jugendlichen.

 

Es sollte vor allem ein Augenmerk auf die Förderung der Alltagsbewegung (Radfahren, Treppensteigen etc.) und des Breitensports (lokale Sportvereine etc.) unter Berücksichtigung der Verhaltens- und Verhältnisebene gelegt werden. Es bedarf einer multisektoralen Strategie, die im Rahmen eines Konzeptionsprojekts ausgearbeitet werden soll.