Die Gründung einer Arbeitsgruppe erfolgte im Herbst 2013. Ausgehend vom Österreichischen Bundesseniorenplan wurden 2014 in einem ersten Schritt die bereits bestehenden Aktivitäten in Oberösterreich recherchiert. Zudem wurden verfügbare Sekundärdaten ausgewertet, um die Zielgruppe - ältere Menschen mit geringer sozialer Einbindung - genauer fassen zu können.


Um Anhaltspunkte bezüglich der Bedürfnisse älterer Menschen zu erheben, wurde das Ärztliche Qualitätszentrum der Ärztekammer OÖ vom IGP mit einer Umfrage unter SeniorInnen in Arztpraxen beauftragt. Im Herbst 2014 wurden die Ergebnisse der Recherche bzw. der Datenanalyse zu einer Beschreibung des Ist-Standes zusammengeführt und in der Arbeitsgruppe hinsichtlich möglicher Schwerpunkte für bedarfsgerechte Maßnahmen analysiert.

 

Im ersten Halbjahr 2015 erarbeitete die Projektgruppe Maßnahmenvorschläge zu vier möglichen Handlungsfeldern verdichtet:

 

* Optimierung der Rahmenbedingungen für die Nutzung des bestehenden
   Angebotes bzw. für die Angebotsplanung

* Förderung von Nachbarschaftshilfe und informeller Hilfe und
   Unterstützung

* Gelegenheiten zur Begegnung in Alltag und Freizeit

* Angebot für spezielle Zielgruppen


Zu diesen Handlungsfeldern wurden Modellprojekte gesichtet. Zudem konnten Stellungnahmen von ExpertInnen aus relevanten Einrichtungen und Institutionen (z.B. Seniorenverbände) zu den vorgeschlagenen Maßnahmen eingeholt werden. Auf Basis der Maßnahmenvorschläge wurden Projektskizzen erarbeitet, die der Steuerungsgruppe Gesundheitsziele vorgelegt wurden.

 

Im Herbst 2016 wurden Detailkonzepte zu ausgewählten Projektskizzen ausgearbeitet.

Ende des Jahres 2016 wurde in der Steuerungsgruppe OÖ Gesundheitsziele beschlossen, dass das Land OÖ im Rahmen des Qualitätszertifikatsplus der Gesunden Gemeinden (Konzentration auf die Erreichung besonderer Zielgruppen) in fünf Gemeinden Pilotprojekte zum Gesundheitsziele 9 entwickeln und umsetzen wird. Zielgruppe sind SeniorInnen in den Gemeinden. Die Partizipation der Zielgruppe am Planungsprozess ist ein zentrales Element. Weitere Zielgruppen sind Arbeitskreisleitungen/-mitglieder, MultiplikatorInnen, Vereine und Organisationen in den Gemeinden sowie ehrenamtlich Tätige im Bereich Seniorengesundheit. Die Settings sind soziale Netzwerke der Gemeinden (bestehende Organisationen, Vereine etc.) sowie öffentliche Räume in den Gemeinden (Orte als Treffpunkt für SeniorInnen).

Das Institut für Gesundheitsplanung ist für die begleitende Evaluierung zuständig.